Monatsbetrachtung März

Die Aktivität der Bienen steigt trotz zeitweise frostiger Nächte an. Soweit die Bienen in der Brut sind und die notwendige Kerntemperatur halten können, schlüpft aus einem Ei innerhalb von drei Tagen eine winzige Larve, die mit bloßem Auge kaum erkennbar ist. Damit sich aus der kleinen Larve in kürzester Zeit (etwa weitere fünf Tage) eine sogenannte Steckmade entwickeln kann, die senkrecht in der Zelle liegt, braucht es bis zu 4.000 Fütterungen von den Ammenbienen. Damit sind die für den Nachwuchs zuständigen Bienen rege beschäftigt und können an einen geruhsamen Winter nicht mehr denken, denn jetzt wird für die Aufbereitung des Wintervorrats in Larvenfuter und Energie viel Wasser benötigt. Hier liegt einer der Vorteile der Abdeckfolie im Vergleich zu einem wasserdurchlässigen Tuch. Die Bienen können das entstehende Kondenswasser für die Brutversorgung nutzen und müssen weniger durch die Kälte fliegen, was ihnen große Mühe bereiten kann. Die Brut benötigt bis hierhin auch Eiweiß, das neben dem eingelagerten Pollen zum Teil aus dem Eiweiß-/ Fettpolster im Körperinneren gewonnen wird. Jetzt, nach den ersten 8 Tagen wird die Zelle mit einem luftdurchlässigen Wachsdeckel versiegelt. Nach 12 Tagen verpuppt sich die Nymphe und reift bis zum 21. Tag, dem Schlupf der Biene, heran.

Im März sollte man eine kleine Futterkontrolle nach dem im Monat „Februar“ beschriebenen Vorbild vornehmen.

Klettern die Temperaturen auf über 15 °C kann auch bereits die Frühjahrsnachschau durchgeführt werden. Dafür muss zunächst überprüft werden, ob die Königin des Bienenvolks noch lebt. Dazu entnimmt man eine Wabe aus der Mitte der Bienen und sieht nach den kleinen weißen Eiern auf dem Zellenboden. Sollten in unregelmäßigen Abständen mehrere Eier in den Zellen sein, deutet vieles darauf hin, dass das Bienenvolk „afterbrütig“ ist, d.h. die Arbeiterinnen haben angefangen unbefruchtete Eier zu legen. Ein solches Volk ist in der Regel unrettbar verloren und wird auf keinen Fall auf andere Bienenvölker aufgesetzt. Das gefährdet die Königin des anderen Bienenvolkes. Insoweit fegt man das Bienenvolk am Bienenstand mit einem Abkehrbesen ab und entfernt die Beute.

Bienenvölker, die nach dieser Kontrolle keine Bienenkönigin mehr haben, werden ohne Zeitungspapier, Absperrgitter o.Ä. auf ein anderes Bienenvolk aufgesetzt. Zu dieser Jahreszeit bedarf es noch nicht besonderer Vorsichtsmaßnahmen beim Vereinigen. Bei Unsicherheiten holt bitte den Rat eines erfahrenen Imkers, z.B. über den Imkerverein, ein.


AntonAnton Robrahn

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